Kulturveranstaltungen im Willy-Brandt-Haus

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. bietet ein vielseitiges und anspruchsvolles Kulturprogramm mit Kunstausstellungen, Lesungen und Konzerten im Willy-Brandt-Haus.

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„Das Freie Wort“

1933 – Vom Ende der Pressefreiheit zum Terrorsystem

Die Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus widmet sich dem Gedenken der einzigen Protestkundgebung für Das Freie Wort in der NS-Zeit mit einer Podiumsdiskussion, in der auch der Bogen zur heutigen Bedrohung von Grundrechten und zum Widerstand aus der Zivilgesellschaft geschlagen wird.

„Das Freie Wort“ 1933 – Vom Ende der Pressefreiheit zum Terrorsystem

Die Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus widmet sich dem Gedenken der einzigen Protestkundgebung für Das Freie Wort in der NS-Zeit mit einer Podiumsdiskussion, in der auch der Bogen zur heutigen

Bedrohung von Grundrechten und zum Widerstand aus der Zivilgesellschaft geschlagen wird.

Auf den Tag genau vor 80 Jahren, am 19.2.1933, drei Wochen nach der Machtergreifung Hitlers, trafen sich über 900 Schriftsteller, Journalisten, Verleger und Wissenschaftler in der Kroll-Oper, um gegen die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit durch die Nationalsozialisten zu protestieren. Sie nannten den Kongress Das Freie Wort, angelehnt an die gleichnamige SPD-Wochenzeitung des Publi-zisten und SPD-Politikers Ernst Heilmann.

„Es gebe Zeiten, da das Freie Wort nicht mehr mit Worten, sondern durch die Tat verteidigt werden müsse“, schrieb Alfred Kantorowicz im Vorfeld der Veranstaltung in der Welt am Abend. Der Schriftsteller begründete 1934 im Pariser Exil die Bibliothek der verbrannten Bücher.

In der Ausstellung Verbrannte Bücher – Von den Nazis verfemte Autoren werden auf sieben Stelen anhand ausgewählter Schriftsteller-Lebensläufe die Geschichte der Bücherverbrennung 1933 und die damit verbundenen Schicksale gezeigt. Es werden Fakten und Hintergründe zur Bücherverbrennung sowie zum Umgang mit unliebsamer Literatur und ihren Schriftstellern im Dritten Reich dargestellt. An integrierten Hörstationen können Tondokumente ausgewählter Schriften gehört werden. Die vorgestellten Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind u.a. Max Brod, Alfred Döblin, Claire und Ivan Goll, Egon Erwin Kisch, Maria Leitner, Heinrich Mann, Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Joseph Roth, Anna Seghers, B. Traven, Kurt Tucholsky, Stefan Zweig.

Eine Ausstellung des Förderkreises „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ in Zusammenarbeit mit dem Feuilletonchef der FAZ Volker Weidermann und dem Kurator Jan Frontzek.

Weitere Informationen


Eröffnung
am Dienstag, den 19. Februar 2013
um 19:30 Uhr
Eintritt frei | Ausweis erforderlich

Begrüßung
Gisela Kayser, Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Sebastian Edathy MdB, SPD, Vorsitzender NSU-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags

Einführung zur Ausstellung „Verbrannte Bücher – Von den Nazis verfemte Autoren“
Lea Rosh

Einführung „Das Freie Wort“
Prof. Dr. Bernd Sösemann, FU Berlin/ Vorstand Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

Diskussion Erinnerungspolitik – Kritische Öffentlichkeit – Kampf gegen Rechts
Albrecht von Lucke, Blätter für deutsche und internationale Politik
Dr. Hilde Schramm, Autorin und Erziehungswissenschaftlerin
Dr. habil. Johano Strasser, Schriftsteller, Präsident PEN-Club Deutschland
Moderation: Dr. Klaus-Jürgen Scherer, Kulturforum der Sozialdemokratie

Die Ausstellung Verbrannte Bücher – Von den Nazis verfemte Autoren wird eröffnet.

Dauer der Ausstellung
16. Februar bis 15. März 2013

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr,
Eintritt frei, Ausweis erforderlich