In ihren Anfangsjahren besaß die Sozialdemokratie noch keine "Parteizentrale" - die politischen Restriktionen und die geringen finanziellen Mittel ließen es nicht zu. Der Sitz der Gründerparteien war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht mehr als eine Adresse und zudem auf ständiger Wanderschaft.
Nach dem 2. Weltkrieg begann der Wiederaufbau der SPD - in der sowjetisch besetzten Zone wie auch in den Westzonen. Während Kurt Schumacher die Neuorganisation der Partei von seinem Büro in Hannover aus leitete, behauptete Otto Grotewohl seinen Führungsanspruch für ganz Deutschland in der Berliner Behrenstraße.
Die SPD war von den Bonner Parteien die erste, die konsequent auf die neue und alte Hauptstadt setzte: 1992 entschied der Parteivorstand, in Berlin-Kreuzberg, unweit der historischen Parteisitze, das Eckgrundstück Wilhelmstraße/Stresemannstraße zu kaufen.
