Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SPD beleben die Büros des Willy-Brandt-Hauses. In der sechsten Etage, in der Spitze des Baus, befindet sich der Präsidiumssaal, dessen halbrunde Glasfront den Blick nach Süden freigibt.
Die SPD kann als einzige der Traditionsparteien auf eine Berliner Historie zurückblicken. Von 1914 bis 1933 lautete die Adresse des Parteivorstands "Lindenstraße 3, Berlin-Kreuzberg".
In dem weitläufigen Komplex waren der Parteivorstand, die Parteischule und die parteieigenen Betriebe untergebracht. Die zusätzliche Mischung durch die Vermietung einzelner Büros und Etagen machte den "Lindenhof" zu einem viel besuchten Dienstleistungszentrum.
Nachdem die Nationalsozialisten das Gebäude 1933 besetzt und später enteignet hatten, wurde es im Krieg so stark verwüstet, dass es 1962 abgerissen werden musste. Der SPD-Vorstand hatte bereits 1950 sein neues Domizil in der Bundeshauptstadt Bonn bezogen.