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Ausgezeichneter Plan

Der Entwurf für das Haus wurde bereits bei der Internationalen Bauausstellung 1984/87 preisgekrönt: Der Architekt Helge Bofinger hatte ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus entwickelt, das dem Konzept und Aussehen des heutigen Willy-Brandt-Hauses entsprach. Ziel war es, das ins Abseits geratene Viertel der südlichen Friedrichstadt durch einen "Point de vue", einen Blickfang, zu revitalisieren.

Der Architekt

Der Architekt. Prof. Dr. Helge Bofinger

Prof. Dr. Helge Bofinger wurde 1940 in Stettin (Pommern) geboren und wuchs in Berlin auf. Von 1960 bis 1968 studierte er Architektur an der TU Braunschweig. 1969 gründete er das Büro Bofinger & Partner in Braunschweig, 1974 ein weiteres Büro in Berlin.

Seit 1986 ist Bofinger Professor für Entwerfen und Gebäudetheorie an der Universität Dortmund und seit 1995 Professor h.c. an der Universität Tiflis-Georgien. Bofinger hat zahlreiche Texte und Bücher veröffentlicht und internationale Preise gewonnen.

Die Büros von Bofinger & Partner befinden sich heute in Wiesbaden und Berlin.

Ein offenes und kommunikatives Haus

Transparenz bestimmt nicht nur die Architektur des Gebäudes, sondern auch seine Atmosphäre. Das "offene Haus" ist zugleich Parteizentrale, Büro- und Geschäftsgebäude sowie Kultur- und Kommunikationszentrum.

Glas, heller Kalkstein und je nach Lichteinfall tiefblau schimmerndes Metall dominieren die Optik des Willy-Brandt-Hauses, das sich mit seiner historischen Traufhöhe von 22 Metern in die städtische Umgebung einfügt. Die unverspiegelte Verglasung betont die Transparenz des Willy-Brandt-Hauses, das keine geschlossene Polit-Zentrale sein will, sondern ein offenes Haus, ein Kommunikationsmittelpunkt für Kultur und Wissenschaft.

Großzügige Veranstaltungsflächen und -räume stehen für Kunstausstellungen und andere Events zur Verfügung. An der Stresemann- und der Wilhelmstraße nimmt das Gebäude zudem eine Reihe von Geschäften auf und in der Passage, die im rückwärtigen Teil des Hauses beide Straßen miteinander verbindet, können sich Gäste und Mitarbeiter in einem Bistro entspannen.

Licht und Transparenz schaffen Atmosphäre

Das Atrium ist zweifellos das architektonische Herzstück des Baus. 26 Meter hoch fällt das Tageslicht durch eine filigrane Glasbedachung in den Raum.

Die Innenwände - Glas, tiefblauer Stahl, weißer Putz und Holz - hat der Architekt Helge Bofinger gegliedert wie die Außenfassaden und damit gewissermaßen die öffentliche Ansicht des Bauwerks nach innen getragen - was den offenen Charakter des Hauses unterstreicht.

Büros und Konferenzräume

An der Basis des Atriums führen Treppen und zwei Aufzüge in gläsernen Schächten in die Büroetagen und zu den verschiedenen Veranstaltungsräumen. Die oberen vier Etagen sind dem SPD-Parteivorstand vorbehalten. In der 5. Etage hat der Parteivorsitzende sein Büro und in der 6. Etage - in der Spitze des Baus - befindet sich der Präsidiumssaal, dessen halbrunde Glasfront den Blick nach Süden freigibt.

Die Büroflächen im ersten und zweiten Obergeschoss sind an externe Unternehmen und Institutionen vermietet. Durch die gemischte Nutzung der Infrastruktur ist ein lebendiges und vielfältiges Haus entstanden.