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Das historische Vorbild

Die SPD kann als einzige der Traditions-Parteien auf eine Berliner Historie zurückblicken. Von 1914 bis 1933 lautete die Adresse des Parteivorstands „Lindenstraße 3, Berlin-Kreuzberg".

In dem weitläufigen Komplex waren der Parteivorstand, die Parteischule und die parteieigenen Betriebe untergebracht. Die zusätzliche Mischung durch die Vermietung einzelner Büros und Etagen machte den „Lindenhof" zu einem vielbesuchten Dienstleistungszentrum.

Nachdem die Nationalsozialisten das Gebäude 1933 besetzt und später enteignet hatten, wurde es im Krieg so stark verwüstet, dass es 1962 abgerissen werden musste. Der SPD-Vorstand hatte bereits 1950 sein neues Domizil in der Bundeshauptstadt Bonn bezogen.

Historie: Die SPD-Parteizentralen
SPD.de Parteizentralen

Entstehung des Hauses

Schnell gewachsen: zwei Jahre Bauzeit

Als 1991 der Umzug des Bundestages und Teile der Regierung nach Berlin beschlossen wurde, entschied sich die SPD für eine Verlegung der Parteizentrale in die neue und alte Hauptstadt. Das neue Bürohaus sollte an die Berliner Tradition der Partei anknüpfen. Deshalb wählte man ein Grundstück in der Nähe des historischen Parteisitzes: das „Tortenstück" an der Ecke Stresemann- und Wilhelmstraße.

1992 wurde das Grundstück in Kreuzberg gekauft und gemeinsam mit dem Architekten die Pläne den neuen Anforderungen angepasst. Im November 1993 wurde der Grundstein gelegt; im Dezember des folgenden Jahres Richtfest gefeiert. Am 9. und 10. Mai 1996 konnte das „Willy-Brandt-Haus" eingeweiht werden.

Preisgekrönt: Pläne von Helge Bofinger

Entscheidend für die Wahl des 3.225 Quadratmeter großen Eckgrundstücks waren aber vor allem die Pläne des Architekten Helge Bofinger. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Berlin 1984/87 (IBA) hatte er ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus entworfen, das den Vorstellungen der Partei von einem „offenen Haus" entsprach.