Das Willy-Brandt-Haus
Das Willy-Brandt-Haus ist aber keine Parteiburg, sondern ein offenes Haus. Transparenz bestimmt nicht nur die Architektur des Gebäudes, sondern auch seine Atmosphäre. Es ist zugleich Parteizentrale, Büro- und Geschäftsgebäude sowie Kultur- und Kommunikationszentrum.
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Parteizentralen im Spiegel der Geschichte
Nicht nur die Sozialdemokratie an sich, sondern auch die Parteizentralen haben eine bewegte Vergangenheit: Der SPD-Vorstand ist seit den Anfängen, Ende des 19. Jahrhunderts, häufig umgezogen - und das nicht immer freiwillig.
Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: wechselnde Adressen
In ihren Anfangsjahren besaß die Sozialdemokratie noch keine "Parteizentrale" - die politischen Restriktionen und die geringen finanziellen Mittel ließen es nicht zu. Der Sitz der Gründerparteien war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht mehr als eine Adresse und zudem auf ständiger Wanderschaft.
1890: Katzbachstraße 9 in Berlin
1900: Kreuzbergstraße 30 in Berlin
1905: Lindenstraße 69 in Berlin
1906: Lindenstraße 3 in Berlin
1933-1945: Exil in Prag, Paris und London
1945: Odeonstraße in Hannover und Behrenstraße in Berlin
Nach dem 2. Weltkrieg begann der Wiederaufbau der SPD - in der sowjetisch besetzten Zone wie auch in den Westzonen. Während Kurt Schumacher die Neuorganisation der Partei von seinem Büro in Hannover aus leitete, behauptete Otto Grotewohl seinen Führungsanspruch für ganz Deutschland in der Berliner Behrenstraße.
1950: "Baracke" in Bonn
1975: "Erich-Ollenhauer-Haus" in Bonn
1992: Entscheidung für Berlin

Die SPD war von den Bonner Parteien die erste, die konsequent auf die neue und alte Hauptstadt setzte: 1992 entschied der Parteivorstand, in Berlin-Kreuzberg, unweit der historischen Parteisitze, das Eckgrundstück Wilhelmstraße/Stresemannstraße zu kaufen.












