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Pit Kroke

Pit Kroke wurde 1940 in Fürstenwalde an der Spree geboren. Er studierte experimentelle Fotografie an der Hochschule der Künste in Berlin. 1964 wanderte er nach Sardinien aus.

Seine Hauptarbeiten sind ungewöhnliche Stahlskulpturen, die unter anderem in Bologna und New York auf öffentlichen Plätzen ausgestellt wurden.

Seit 1992 lebt der Künstler wieder in Berlin.

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Momentaufnahmen der deutschen Sozialdemokratie

Die "Geschichtswand" des Künstlers Pit Kroke zeigt Momentaufnahmen der deutschen Sozialdemokratie. Sie können das 180 Quadratmeter große Kunstwerk "live" im Willy-Brandt-Haus erleben. Einen virtuellen Vorgeschmack erhalten Sie hier.

1863: Traditionsfahne der Sozialdemokratie

Zur Traditionsfahne der deutschen Sozialdemokratie wird die Fahne des am 23. Mai 1863 in Leipzig von Ferdinand Lassalle gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins.

1878: Sozialistengesetz verbietet SPD

Höhepunkt des Kampfes gegen die Sozialdemokraten ist das von 1878 bis 1890 geltende Sozialistengesetz, das die Partei, ihre Presse und die ihr nahestehenden Gewerkschaftsorganisationen verbietet. Allein die sozialdemokratische Reichstagsfraktion bleibt legal.

1910: August Bebel auf dem Weg zum Reichstag

August Bebel, der herausragende Führer der deutschen Sozialdemokratie vor dem Ersten Weltkrieg, auf dem Weg in den Reichstag.

1914: Plakat zum Frauentag

Plakat zum Frauentag 1914. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wichtiges Ziel der Arbeiterbewegung.

1918: Demonstration in Berlin

Demonstration in Berlin am 9. November 1918. An diesem Tag verkündet der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann nach dem Sturz der Monarchie die "Deutsche Republik".

1919: Demonstration für Scheidemann und Ebert

Demonstration für die Mehrheitsdemokraten Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann im Wahlkampf zur Verfassungsgebenden Nationalversammlung im Januar 1919.

1919: Friedrich Ebert wird Reichspräsident

Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert wird von der in Weimar tagenden Nationalversammlung am 11. Februar 1919 zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt; hier zusammen mit Staatssekretär Otto Meissner und Reichskanzler Joseph Wirth 1922, auf dem Weg zur Verfassungsfeier.

1919: Erste Frauen in der Nationalversammlung

Frauen können 1919 in die Nationalversammlung einziehen. Das vom Rat der Volksbeauftragten beschlossene aktive und passive Frauenwahlrecht ermöglicht die ersten Ämter für Frauen.

Das Bild zeigt den Präsidenten Paul Löbe mit den gewählten Frauen.

Kinder demonstrieren für die weltliche Schule

Berliner Arbeiterkinder demonstrieren für die Einführung der weltlichen Schule.

1933: "Nein" gegen "Ermächtigungsgesetz"

Die SPD stimmt im Reichstag am 23. März 1933 als einzige Partei - die Kommunisten können nicht mehr teilnehmen - gegen das "Ermächtigungsgesetz", das Adolf Hitlers Diktatur eine Scheinlegalität gibt. Der SPD-Vorsitzende Otto Wels begründet im Reichstag das mutige "Nein" der Reichstagsfraktion.

1933: Verhör und Peinigung von Bernard Kuhnt

Mitglieder der SA verhören und peinigen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten den sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Bernard Kuhnt.

1944: Todesurteil gegen Hitler-Attentäter Julius Leber

Viele Sozialdemokraten bezahlen ihren Widerstand gegen die nationalsozialistische Barbarei mit dem Tode, so auch Julius Leber, der nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 5. Januar 1945 in Plötzensee hingerichtet wird.

1946: Urabstimmung in den Westsektoren

Durch Manipulation, Einschüchterung und offene Repression erzwingen nach Kriegsende in der Sowjetischen Besatzungszone die Kommunisten mit der Unterstützung der Sowjetischen Besatzungsmacht eine Vereinigung von KPD und SPD zur SED. Allein in den Westsektoren Berlins ist eine Urabstimmung der SPD-Mitglieder möglich, bei der 82 Prozent der Abstimmenden sich gegen eine sofortige Vereinigung aussprechen.

1946: Kurt Schumacher als 1. Vorsitzender

Kurt Schumacher (stehend), der 1. Vorsitzende der Nachkriegs-SPD, hier bei einer Sitzung 1946 in Hannover mit (v.l.) Egon Franke, Erich Ollenhauer, Alfred Nau und Fritz Heine.

1959: Godesberger Grundsatzprogramm

Auf dem Godesberger Parteitag verabschiedet die SPD 1959 ein neues Grundsatzprogramm, das die Entwicklung der SPD von der Klassenpartei zur Volkspartei untermauert.

Das Bild zeigt die Schlussabstimmung.

1970: Willy Brandts Kniefall in Warschau

Willy Brandts Kniefall als Bundeskanzler vor dem Mahnmal im ehemaligen Warschauer Ghetto. Die symbolische Bitte um Vergebung für die von Deutschen während der NS-Zeit begangenen Verbrechen wird in aller Welt mit großer Bewegung aufgenommen.

1971: "Troika" der deutschen Sozialdemokratie

Die "Troika" der deutschen Sozialdemokratie in Bonn 1971: Herbert Wehner, Vorsitzender der Bundestagsfraktion; Helmut Schmidt, Verteidigungsminister; Willy Brandt, Bundeskanzler.

1972: Scheitern des Misstrauensvotums

Am 27. April 1972 scheitert das Misstrauensvotum von CDU und CSU gegen Bundeskanzler Willy Brandt.

1982: Schmidts letzte Rede als Bundeskanzler

Helmut Schmidt bei seiner letzten Rede als Bundeskanzler. Die sozialliberale Koalition ist 1982 beendet. Die neue Koalition aus CDU, CSU und FDP stürzt Helmut Schmidt durch ein Misstrauensvotum.

1988: Einführung der "Frauenquote"

Die gleiche Beteiligung von Frauen und Männern an Ämtern und Mandaten wird 1988 auf dem Parteitag in Münster beschlossen. 40 Prozent der Ämter und Mandate müssen mit Frauen besetzt werden. Vor der Abstimmung demonstrieren die weiblichen Delegierten für die verbindliche "Quote".

1990: Vereinigung von Ost- und West-SPD

Auf dem Berliner Parteitag 1990 vereinigen sich SPD-West und SPD-Ost - von links nach rechts: der Parteivorsitzende Hans-Jochen Vogel, der Ehrenvorsitzende Willy Brandt, der Vorsitzende der SPD-Ost Wolfgang Thierse und der SPD-Kanzlerkandidat Oskar Lafontaine - für die ersten gesamtdeutschen Wahlen.