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Eröffnung am Donnerstag, den 22. September 2016, um 19.30 Uhr

Begrüßung Gisela Kayser, Geschäftsführerin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Redner

Janos Frecot, Fotohistoriker
Annett Gröschner, Schriftstellerin

Parallel wird die Ausstellung Berlinische Fragmente – Fotografien von Rainer König eröffnet.
Der Fotograf Rainer König ist anwesend.

21 Uhr Filmvorführung
Berlin-Ecke Schönhauser…, DDR 1956/57,
Regie: Gerhard Klein, 1h 22 Minuten,

Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Rechte DEFA-Stiftung

Berlin Prenzlauer Berg

Fotografien 1969-1980 von Bernd Heyden.
Ausstellung vom 22. September bis 15. Januar 2017 (Verlängert)

© Bernd Heyden: Kinder im Hinterhof, Stargarder Straße, Ost-Berlin, 1973 © bpk/Bernd Heyden
© Bernd Heyden: Kinder im Hinterhof, Stargarder Straße, Ost-Berlin, 1973 © bpk/Bernd Heyden

Bernd Heyden (1940–1984) gehört zu den Klassikern der DDR-Fotografie. Sein ureigenes Thema war der Alltag der kleinen Leute im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg, lange bevor das langsam verfallende Areal zur Heimstatt von Künstlern, Aussteigern und Zugereisten wurde. Vom Ende des 60er bis zum Anfang der 80er Jahre hielt Heyden hier eine Welt fest, die noch deutlich die Züge der Nachkriegszeit trug. Schornsteinfeger, Straßenkehrer, Kohlenhändler, Leichenträger, Fleischer, Lumpensammler und Stehgeiger gehörten ebenso zu den von ihm Porträtierten wie die Alten, Gebrechlichen und Gestrandeten, die hier lebten, und wie die lustigen, traurigen und frechen Kinder, für die das verfallende Mietskasernenviertel ein riesiger Abenteuerspielplatz war. Seine Bilder fügen sich zu einer in Grautönen schwelgenden Comédie humaine, die nicht nur in der DDR-Fotografie ihresgleichen sucht.

Bernd Heyden war ein Kind des Prenzlauer Bergs und verbrachte hier sein ganzes Leben. Der Autodidakt arbeitete zunächst als Bügler, Chauffeur und Laborant, bis er 1974 die Zulassung als Fotograf erhielt. Seine Aufnahmen wurden von den DDR-Offiziellen als »Müllkastenfotografie« abgelehnt, aber von vielen Kollegen hochgeschätzt. In Fotografen wie Harald Hauswald und Gundula Schulze Eldowy fand der Frühverstorbene ähnlich gesinnte Nachfolger, die sein Werk fortsetzten.

Eine Ausstellung des Freundeskreis Willy-Brandt-Haus und der Bildagentur bpk, Preußischer Kulturbesitz, kuratiert von Dr. Mathias Bertram.

Zur Ausstellung ist der Begleitband »Bernd Heyden: Idylle in Grau« im Lehmstedt Verlag erschienen.

Öffnungszeiten zur Weihnachtszeit:
Die Ausstellungen sind vom 28. bis 30.10. und vom 24. bis 26.12., sowie am 31.12.2016 und 1.01.2017 geschlossen.

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. Geschäftsführerin
Künstlerische Leiterin Gisela Kayser
T 030 25 99 37 85

Presseinformationen Ela Papen
T 030 25 99 37 87
F 030 25 99 37 88
presse@freundeskreis-wbh.de | www.fkwbh.de | Like us on Facebook

Mit freundlicher Unterstützung:
gasag – Die Berliner Energie

Technische Unterstützung:
Verwaltungsgesellschaft Bürohaus Berlin mbH

Weitere Fotos:

© Bernd Heyden: Am Bockwurststand „Konnopke", Schönhauser Allee, Ost-Berlin, 1970 © bpk/Bernd Heyden
© Bernd Heyden: Am Bockwurststand „Konnopke", Schönhauser Allee, Ost-Berlin, 1970 © bpk/Bernd Heyden