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Weitere Informationen

Eröffnung am Donnerstag,
den 19. Oktober 2017, um 19.30 Uhr

Ausstellung vom 20. Oktober 2017
bis 21. Januar 2018

Begrüßung

Gisela Kayser
Geschäftsführerin und  künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Reden
Dr. Barbara Hendricks
Bundesministerin für  Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit  

Dr. Helmut Burtscher-Schaden
Biochemiker und Autor des Buches Die Akte  Glyphosat

© Photograph by
W. Eugene Smith & Aileen M. Smith, Japan, 1971-73

Achtung! Eventuell Wartezeit beim Einlass!

Beim Einlass zu den Ausstellungen kann es eventuell zu Wartezeiten bei der Akkreditierung und zu temporären Einlass-Stopps kommen, u.a. wegen zeitweiser Überfüllung der Räume. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Hinweis:
Aufgrund einer Veranstaltung ist die Doppelausstellung im Atrium am Sonntag, dem 26. November 2017, geschlossen. Die Ausstellung Sony World Photography Awards ist an diesem Tag nur bis 15:30 Uhr geöffnet. – wir bitten um Ihr Verständnis!

Der Skandal von Minamata 1971-73 Fotografien von W. Eugene Smith

Eröffnung am Donnerstag, den 19. Oktober 2017, um 19.30 Uhr
Ausstellung vom 20. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018

© Photograph by W. Eugene Smith & Aileen M. Smith, Japan, 1971-73
© Photograph by W. Eugene Smith & Aileen M. Smith, Japan, 1971-73

Die „Minamata-Krankheit“ ging in die Geschichte für die gesundheitlichen Folgen einer der größten Umweltkatastrophen Japans ein. Ein Chemiewerk leitete in den 1950iger Jahren quecksilberhaltige Abfälle in Fischereigewässer ein. Der Verzehr von kontaminiertem Fisch löste schwerste Quecksilbervergiftungen und Fehlbildungen bei Neugeborenen aus.

1971 beschließen W. Eugene Smith und seine Frau Aileen, den Skandal von Minamate zu dokumentieren. Sie bleiben drei Jahre vor Ort und erschaffen ein Tagebuch des Kampfes und der Leiden der Betroffenen, das weltweit durch die Veröffentlichung in der Sunday Times Aufsehen erregt. Seine Fotografie des badenden, schwer behinderten Mädchens Tomoko in den Armen seiner Mutter, wird zum Sinnbild für die Leiden an dieser Giftkatastrophe.
 
Während der Recherchen zu Minamata wurde W. Eugene Smith vom Wachschutz des verantwortlichen Chemieunternehmens Chisso Company so schwer verletzt, dass er bis zu seinem Tod 1978 keine weiteren fotografischen Aufgaben mehr übernehmen konnte.
Für den Fotografen Henri Cartier-Bresson war Smith der „größte Fotojournalist dieses Jahrhunderts". Dabei wollte Smith nie, dass man in ihm einen großen Fotografen sah. Er war ein talentierter wie kompromissloser Fotograf, der mit seinen Dokumentationen die Menschen zum Nachdenken anregen wollte.

In der derzeitigen Debatte um den Einsatz des Pflanzengifts Glyphosat in der Landwirtschaft wirken die Bilder von W. Eugene Smith auf beklemmende Weise aktuell. Damals wie heute finden die Proteste der Betroffenen bei den Regierungen und Chemie-Konzernen, die den Zusammenhang zwischen den Verschmutzungen und Erkrankungen hartnäckig negieren, kein Gehör.

Parallel wird die Ausstellung "Landwirtschaft der Gifte. Ihr Preis für den Menschen." mit Fotografien  von Pablo E. Piovano gezeigt.

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich
 
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
Geschäftsführerin, Künstlerische Leiterin Gisela Kayser | T 030 25 99 37 85
Presseinformationen Ela Papen | T 030 25 99 37 87 | F 030 25 99 37 88
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