Kulturveranstaltungen im Willy-Brandt-Haus

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. bietet ein vielseitiges und anspruchsvolles Kulturprogramm mit Kunstausstellungen, Lesungen und Konzerten im Willy-Brandt-Haus.

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Nuclear, Democracy and Beyond

Ausstellung vom 15. April bis 22. Mai 2016

Photographs by Ryûichi Hirokawa & Kenji Higuchi

© Ryûichi Hirokawa, Japan 2011

© Ryûichi Hirokawa, Japan 2011

Atomkraft ist nicht Geschichte und wird es nie sein. 30 Jahre des Vergessens, des Ignorierens, des Verschweigens und offizieller Fehlmeldungen kennzeichnen den Umgang mit dem bis 2011 größten Atomunfall der Geschichte, der Explosion des Atomkraftwerks Tschernobyl am 26. April 1986. Am 11. März 2011 geschah in Japan ein nukleares Inferno noch größeren Ausmaßes.

Zwei japanische Fotojournalisten holen die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima aus der sicheren Entfernung und zeigen Momente aus der Wirklichkeit vor Ort. Ryûichi Hirokawa, Gründer der Stiftung „The Chernobyl Children’s Fund“, dokumentiert mit seiner Kamera den Unfall und die Folgen der nuklearen Unfälle, die verstrahlten Lebensräume in den Sperr- und Todeszonen, die Rückkehrer, die trotz der Strahlengefahr in die Zonen zurückkamen. Er engagiert sich seit Jahrzehnten für die Opfer. Kenji Higuchi begleitet bereits seit den 1970er Jahren AKW-Leiharbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und großer Gefahr ausgesetzt sind. Die Namen der beiden Fotojournalisten sind in der Antiatom-Bewegung in Japan nicht wegzudenken.

Die Erzeugung von Atomenergie birgt unvorhersehbare Gefahren. Nukleare Unfälle können sich jederzeit und überall wiederholen. Es gibt keine Lösung für den Atommüll. Künftige Generationen werden mit der hoch radioaktiven Hinterlassenschaft leben müssen. „Wenn wir Tschernobyl vergessen, erhöhen wir das Risiko weiterer solcher Technologie- und Umweltkatastrophen in der Zukunft…Mehr als sieben Millionen unserer Mitmenschen können sich den Luxus des Vergessens nicht erlauben. Sie leiden noch immer… Das Vermächtnis von Tschernobyl wird uns und unsere Nachkommen begleiten – und zwar für viele kommende Generationen.“ Kofi Annan, New York 2000

Die Ausstellung wird im Rahmen des Protestivals gezeigt, einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Atomenergie und Demokratie“ mit Filmen, Diskussionen, Konzerten. Es findet zwischen dem 5. Jahrestag von Fukushima (11.03.2016) und dem 30. Jahrestag von Tschernobyl (26.04.2016) statt. Programminformationen unter www.protestival.de

Sayonara Nukes Berlin ist eine Gruppe von in und um Berlin lebenden Japanern gegen Atomenergie. www.sayonara-nukes-berlin.org

Mit freundlicher Unterstützung Selbsthilfe Netzwerk und Greenpeace Energy.

Ausstellung vom 15. April bis 22. Mai 2016
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich
Die Ausstellung ist am 1. Mai geschlossen.

Weitere Informationen



Eröffnung am Dienstag,
den 14. April 2016,
um 19.30 Uhr

Begrüßung
Gisela Kayser,
Geschäftsführerin  Freundeskreis Willy-Brandt-Haus

Redner
Yu Kajikawa, Sayonara Nukes Berlin
Dr. Dörte Siedentopf IPPNW, „Den Kindern von Tschernobyl e.V."
Christoph Rasch, Greenpeace Energy