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Ausstellung vom 16. November 2018 bis 6. Januar 2019


Reden:

Gisela Kayser
Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus 

Nicole Mattern

Vorsitzende Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. 

Shelly Kupferberg

Journalistin, im Gespräch mit 

Marc-Alain Grumelin

Bruder der ermordeten Geschwister Roman und Eleonora Witonski 

21.00 Uhr Filmvorführung NACHLASS

Dokumentarfilm von Christoph Hübner, Gabriele Voss,
D 2018, 108 min

Die Kinder vom Bullenhuser Damm (25.1.-15.2.2019)

Ausstellung & ein Filmabend (24.1.2019, 19.30 Uhr) zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz

Foto: Walter Jungleib, 1942 © privat
Foto: Walter Jungleib, 1942 © privat

Ein Ausstellungs- & Filmabend zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz. Am Donnerstag, 24. Januar 2019, um 19.30 Uhr.

Die Ausstellung „Die Kinder vom Bullenhuser Damm“ erzählt die Geschichte von zwanzig jüdischen Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren, die 1944 aus dem Konzentrationslager Auschwitz nach Hamburg in das KZ Neuengamme deportiert und für medizinische Experimente missbraucht wurden. Zur Vertuschung der Versuche brachte die SS die Kinder kurz vor Kriegsende in die, als KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm, und erhängte sie im Heizungsraum.

1979 machte der Journalist Günther Schwarberg die Geschichte durch eine Artikelserie im Magazin stern bekannt. Durch seine Recherchen fand er Angehörige der ermordeten Kinder, mit denen er die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm und 1980 die Gedenkstätte Bullenhuser Damm gründete. Die Vereinigung organisiert seit 1979 die jährliche Gedenkfeier am 20. April und hält den Kontakt zu den Angehörigen weltweit.

Bislang waren die Lebensgeschichten von 15 Kindern bekannt oder zumindest ihre Nachnamen. 
lm Jahr 2015, 70 Jahre nach der Ermordung und dem Ende des 2. Weltkrieges, konnte auch der 12jährige Junge, Walter Jungleib, identifiziert werden. Seine Schwester Grete überlebte als Jugendliche die Shoa und lebt heute nahe Tel Aviv. 2016 ist sie zum ersten Mal nach Deutschland gereist und hat die Gedenkfeier und den Todesort ihres Bruders besucht.

Neben der historischen Geschichte erzählt die Ausstellung von der jährlichen Gedenkfeier, von den Angehörigen der Kinder, die in den USA, Kanada, lsrael, ltalien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Hamburg leben, von dem Jugendprojekt, den Gedanken der Jugendlichen zu dem Thema und endet im heute mit der Frage: Wann fängt Diskriminierung an? 

Dokumentarfilm NACHLASS

Was hinterlässt ein Mensch der nächsten Generation? Der Dokumentarfilm NACHLASS beginnt mit dem Durchschauen von Unterlagen, Koffern, Schränken. Oftmals werden so Erinnerungen wachgerufen. Doch manchmal entstehen auch Fragen. Wie bei dem Mann, der entdecken muss, was ihm vorher nicht klar war: sein Großvater war bei den Nationalsozialisten ein ranghoher Offizier, der die Tötung von vielen Menschen befohlen hat.
Mit viel Einfühlungsvermögen lassen Christoph Hübner und Gabriele Voss ihre Protagonisten sprechen: über die Kindheit und die Ahnungslosigkeit, über Beziehungen zu Vätern, die Mörder waren, oder über den Großvater, der das KZ überlebte, darüber, wie sie von der Schuld der Väter erfuhren und damit umgehen mussten. Der Film baut Brücken zwischen den Kindern und Enkeln von Opfern und Tätern des Nationalsozialismus.

Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich

Schließtage: 23.-25.11, 24.-26.12.2018 / 31.12.2018 / 1.01.2019
 
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. 
Geschäftsführerin, Künstlerische Leiterin Gisela Kayser | T 030 25 99 37 85
Presseinformationen Ela Papen | T 030 25 99 37 87 | F 030 25 99 37 88 
presse(at)freundeskreis-wbh(dot)de | www.fkwbh.de | Like us on Facebook

Die Ausstellung ist Teil des Projekts 100 JAHRE BAUHAUS IN BERLIN www.bauhaus100.de